Großes Theater mit Alphorn, Trompete und Tanz

Konzert am Storchenbrunnen in Berlin Schöneberg

Die Alphörner spielen stets dieselbe Uhrmelodie; eine bunt gekleidete Alphornistin schreitet als Sekundenzeiger die Minute ab; Flügelhorn und Trompete drehen sich spielend im Kreis; der Mime und Schauspieler Daniele Ruzzier tanzt als Bär, Hund, Storch und Wolf unter seinen eigenen Masken und wird als armer Trinker nach einem Geldfund reich.

Dazwischen spielen die 12 Hörner Freys Komposition „Alphorn und Trompete“, mit eher eingängigen Melodien wie „Sonnenaufgang“ und „Schlaflied“ und den von diesem Instrument eher ungewohnten Rhythmen Blues, Rock & Roll und Bebop.

So wird der in Muschelkalkstein gehauene Kinderreigen mit Bär und Hund am Sockel des Brunnens als Stundenreigen musikalisch lebendig. Das Storchenpaar auf dem hohen Pfeiler kann sein Nest weiter bauen. Selbst wenn das Wasser im Brunnen noch nicht fließt: Gibt es einen schöneren Schlusspunkt für die Restaurierung und Wiedereinweihung des Brunnens?

Wegen Corona zog sich das Einüben über Monate hin, der Termin wurde mehrmals verschoben. Der Applaus zeigte uns eindeutig: Durchhalten hat sich gelohnt. Als „Ausgründung“ aus dem großen Alphorn-Ensembles der Leo-Kestenberg-Musikschule sind die meisten Mitglieder des einzigen Alphorn-Vereins auch hier aktiv dabei: beim Konzert am Storchenbrunnen.

(Elisabeth)