Der Walzer steht wie kaum eine andere Musikform für Schwung, Bewegung und einen hoffnungsvollen Neubeginn. In Neujahrskonzerten markiert er traditionell den Übergang vom Alten ins Neue – leichtfüßig und voller Zuversicht. Genau mit diesem Geist eröffnete Alphorn.Berlin am 11. Januar 2026 sein stimmungsvolles Alphorn-Neujahrskonzert vor der Kirche St. Matthias am Winterfeldtplatz in Berlin-Schöneberg.
Unter der Leitung von Andreas Frey entfaltete sich ein abwechslungsreiches Programm, das den Platz in eine ganz eigene Klanglandschaft verwandelte. Von alpenländischen Melodien mit weichem, getragenem Charakter bis hin zu einem kraftvollen Neujahrsmarsch spannte sich der musikalische Bogen – ein Walzer durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen und verlieh dem Auftakt ins neue Jahr besondere Dynamik.
Trotz strenger Minusgrade hatten sich zahlreiche neugierige Zuhörerinnen und Zuhörer auf dem Winterfeldtplatz versammelt. Eingehüllt in Mäntel und Schals lauschten sie dem Spiel einer großen Alphorngruppe, deren tiefe Naturtöne weit über den Platz trugen. Besonders eindrucksvoll waren jene Stücke, in denen sich das Ensemble teilte: Zwei Gruppen standen sich gegenüber und ließen die Melodien im Wechsel erklingen. Dieses dialogische Spiel erinnerte an das traditionelle Alphorn-Rufen von Gipfel zu Gipfel – ein musikalisches Zwiegespräch, das Nähe und Weite zugleich spürbar machte.
Die winterliche Kulisse, der historische Kirchenbau im Hintergrund und die archaischen Klänge der Alphörner verbanden sich zu einem besonderen Konzerterlebnis. Musik, Raum und Publikum gingen eine schwungvolle Gemeinschaft ein, die den frostigen Temperaturen trotzte.
Nach dem letzten Ton hieß es schließlich: auftauen bei heißem Tee oder einem wärmenden Grog.

