Festivalstimmung zum Sonnenuntergang – Walpurgisnacht am Hahneberg

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen verwandelte sich der Hahneberg in Berlin am Abend des 30. April 2026 erneut in eine eindrucksvolle Klanglandschaft. Zur traditionellen Walpurgisnacht trafen sich mehrere hundert Besucher:innen zu einem besonderen musikalischen Erlebnis. Der Hügel war dicht besetzt, und jedes Jahr scheint die Zahl der begeisterten Gäste weiter zu wachsen.

Bereits der Aufstieg wurde zum Erlebnis: Die Berlin Pipe Company unter der Leitung von Gunther Haußknecht geleitete die Besucher:innen mit kraftvollen Dudelsackklängen hinauf zum Gipfel. Oben angekommen eröffnete sich ein vielseitiges Programm, getragen von den Alphornspieler:innen von Alphorn.Berlin und ihren Gästen, den Dudelsackspieler:innen sowie dem Berliner Jodelchor unter Leitung von Dr. Ingrid Hammer. Dirigent des Abends war Stefan Heitbrink.

Das Publikum erlebte ein abwechslungsreiches Zusammenspiel der Gruppen: Mal erklangen Alphörner, Dudelsäcke und Jodler jeweils für sich, mal verschmolzen sie in gemeinsamen Darbietungen zu einem eindrucksvollen Gesamtklang. Besonders stimmungsvoll waren die Momente, in denen Teile des Alphorn-Repertoires in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. So entstand ein akustischer Dialog über den Hügel hinweg – ganz im Sinne alter Traditionen, bei denen das Spiel von Gipfel zu Gipfel weitergetragen wurde.

Auch mitten im Publikum wurde musiziert: Zwei Büchel – die kleineren Verwandten des Alphorns – sorgten für überraschende Klangerlebnisse aus nächster Nähe und schufen eine besondere Verbindung zwischen Musiker:innen und Zuhörer:innen.

Ein Höhepunkt des Abends war der diesjährige Überraschungsgast Aillos Gaup, der mit seinem Gesang einen faszinierenden Einblick in die Klangwelt der samischen Kultur gab und dem Abend eine ganz eigene Note verlieh.

Neben der Musik und dem stimmungsvollen Miteinander stand auch wieder soziales Engagement im Mittelpunkt: In diesem Jahr wurde für die Kältehilfe Berlin gesammelt – ein Zeichen dafür, dass dieses besondere Treffen nicht nur kulturell, sondern auch gesellschaftlich verbindet.

Die Atmosphäre war – wie in jedem Jahr – friedlich, offen und getragen von gemeinsamer Freude am Musizieren. Während die Sonne langsam unterging, entstand eine fast magische Stimmung, die viele Besucher:innen noch lange begleiten wird.

Mit fast 50 Alphörnern wurde in diesem Jahr übrigens ein neuer Rekord erreicht – ein eindrucksvolles Zeichen für die Anziehungskraft dieses ganz besonderen Events.

Ein rundum gelungener Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie Musik Menschen verbindet.

Das nächste Wiedersehen ist bereits gesetzt: Walpurgisnacht am 30. April im kommenden Jahr – am Hahneberg in Berlin.